02 / Warm heizen. Sicher wohnen.

Richtig heizen mit Holz

Gut anheizen. Bewusst nachlegen.

Holzverbrennung verursacht Schadstoffe. Geeigneter Brennstoff, ein gewarteter Ofen und die richtige Bedienung helfen, unnötige Emissionen zu vermeiden.

Das Wichtigste zuerst ↓
Schwarzer Kaminofen mit geschlossener Glastür und sichtbarem Feuer auf einer nicht brennbaren Bodenfläche.
Ofenbetrieb als KI-generierte Illustration. Abstände, Bodenplatte und Bedienung richten sich nach Ihrer Anlage und den geltenden Vorgaben.

In 30 Sekunden

Das Wichtigste auf einen Blick.

  • Nur den für Ihren Ofen zugelassenen Brennstoff verwenden.
  • Holzmenge und Luftstellung aus der Ofenanleitung übernehmen.
  • Nicht überfüllen und kein Schwel- oder Gluthaltefeuer erzwingen.

In vier Schritten durch den Abbrand.

  1. 01

    Vorbereiten

    Geeignetes trockenes Holz und Anzündhilfe bereitlegen. Vorgesehene Verbrennungsluftöffnungen freihalten. Wartung und sichere Aufstellung sind Voraussetzung.

  2. 02

    Anzünden

    Wenn die Anleitung es vorsieht: größere Scheite unten, kleines Anzündholz darüber und oben entzünden. Zum Start die vorgeschriebene Anheiz-Luftstellung wählen.

  3. 03

    Nachlegen

    Die vom Hersteller vorgesehene Menge zum passenden Zeitpunkt auf das heiße Glutbett legen. Nicht einfach den ganzen Brennraum füllen; die Luft nach Anleitung einstellen.

  4. 04

    Auskühlen lassen

    Asche vollständig erkalten lassen und nach den örtlichen Vorgaben über den Restmüll entsorgen. Nicht als Gartendünger verwenden.

Umweltbundesamt: Betrieb des Kaminofens (PDF)

Mehr Holz ist nicht automatisch besser.

Bewusst betreiben

  • Die passende Scheitgröße und Auflagemenge wählen
  • Luftzufuhr passend zur Abbrandphase einstellen
  • Reinigung und Wartung regelmäßig durchführen lassen

Das gehört nicht hinein

  • Feuchtes oder behandeltes Holz und alte Möbel
  • Verpackungen, Kunststoff und sonstiger Müll
  • Papier und Pappe als Ersatz für geeignete Anzünder

Bundesumweltministerium: geeignete Brennstoffe

Warum nicht die Luft abdrehen, damit es länger glüht?

Zu wenig Verbrennungsluft kann einen unvollständigen Abbrand mit erhöhten Schadstoffen begünstigen. Den Ofen nicht durch starkes Drosseln zum Schwelbetrieb zwingen. Das ersetzt keine korrekte Leistungsanpassung.

Eine dauerhaft stark verrußte Scheibe oder wiederholt schlechter Abbrand kann auf ungeeigneten Brennstoff, Bedienfehler oder ein Anlagenproblem hinweisen. Nicht durch Versuche an Luftwegen oder Abgasführung beheben, sondern fachlich prüfen lassen.

Umweltbundesamt: ausführlicher Ratgeber zum Heizen mit Holz

Quellen & Einordnung

Redaktionell geprüft am . Allgemeine Orientierung für private Haushalte; ersetzt weder Herstellerangaben noch die Prüfung Ihrer Anlage vor Ort.