01 / Warm heizen. Sicher wohnen.

Brennholz richtig lagern

Gutes Feuer beginnt beim richtigen Holz.

Trockenes Holz braucht vor allem Luft und Zeit. Mit dem richtigen Lagerplatz schaffen Sie die Grundlage für einen möglichst emissionsarmen Abbrand.

Das Wichtigste zuerst ↓
Gespaltenes Brennholz in einem offenen, überdachten Holzlager auf einem erhöhten, belüfteten Unterbau.
Luft von den Seiten und von unten, Schutz von oben. KI-generierte Illustration, kein maßstäblicher Bauplan.

In 30 Sekunden

Das Wichtigste auf einen Blick.

  • Regengeschützt und gut belüftet lagern.
  • Gespaltene Scheite ohne direkten Erdkontakt stapeln.
  • Vor dem Heizen die Feuchtigkeit prüfen – nicht nur die Lagerdauer.

Drei Dinge machen den Unterschied.

  1. 01

    Den Platz wählen

    Ein luftiger, möglichst sonniger Standort mit Schutz gegen Regen ist geeignet. Frisches Holz gehört nicht in einen schlecht belüfteten Keller.

  2. 02

    Luft an die Scheite lassen

    Vor dem Trocknen spalten, locker stapeln und einen belüfteten Unterbau verwenden. Abstand zur Wand lassen; den Stapel nicht rundum luftdicht verpacken.

  3. 03

    Trockenheit prüfen

    Die Oberfläche allein sagt wenig über das Innere aus. Ein geeignetes Holzfeuchtemessgerät nach seiner Anleitung verwenden; Holzart und Messbedingungen beachten.

Grundlagen: Bayerisches Umweltministerium: Brennholzlagerung

Luftig lagern, nicht einpacken.

Darauf kommt es an

  • Überdachung oder Abdeckung von oben
  • Offene Seiten für die Luftzirkulation
  • Stabiler Unterbau statt feuchtem Erdreich

Diese Fehler vermeiden

  • Nasses Holz direkt an die Hauswand pressen
  • Den gesamten Stapel dicht in Folie wickeln
  • Frisch geschlagenes Holz sofort verheizen
Wie lange trocknen – und welche Prozentangabe ist gemeint?

Je nach Holz, Scheitgröße und Lagerbedingungen kann die Trocknung ungefähr ein bis zwei Jahre dauern. Eine feste Zeitspanne garantiert kein ofenfertiges Holz. Beim Einkauf den Feuchtezustand und die nötige weitere Lagerung erfragen.

Holzfeuchte und Wassergehalt sind nicht dasselbe. Die Holzfeuchte bezieht sich auf die trockene Holzmasse, der Wassergehalt auf die gesamte feuchte Masse. Messwert und Geräteanleitung müssen deshalb zusammenpassen.

Für gewöhnliches Scheitholz verlangt § 3 Absatz 3 der 1. BImSchV einen Feuchtegehalt von unter 25 Prozent bezogen auf das Trocken- oder Darrgewicht. 25 Prozent Holzfeuchte entsprechen rechnerisch 20 Prozent Wassergehalt; wegen des gesetzlichen „unter“ ist die Grenzgleichheit nicht ausreichend. Zusätzlich die Brennstoffvorgaben des Ofenherstellers beachten.

Bundesumweltministerium: Brennstoff und Lagerung · § 3 der 1. BImSchV

Quellen & Einordnung

Redaktionell geprüft am . Allgemeine Orientierung für private Haushalte; ersetzt weder Herstellerangaben noch die Prüfung Ihrer Anlage vor Ort.